Theater an der Bergstraße

Das Gemeinschaftsprojekt

Das interkulturelle Theaterprojekt Bergstraße (TIB) wird seit 2015 durchgeführt. Das Projekt wird von mehreren Kooperationspartnern finanziert und organisiert: der Verein Fabian Salars Erbe e.V. , das Kommunale Jugendbildungswerk Bergstraße, vertreten durch das Haus am Maiberg, das Odenwaldinstitut der Karl-Kübel-Stiftung, dem Pipapo Kellertheater sowie  der Integrationsbeauftragte der Stadt Bensheim Manfred Forell.

Seit 2017 ist das Angebot an einer lokalen Gesamtschule verortet. Diese Kooperation stellt die Grundbasis für teilnehmende Jugendliche dar, wobei auch SchülerInnen anderer Schulen und auch andere Interessierte willkommen sind und mitspielen dürfen.

TIB eröffnet den Jugendlichen neben Spiel, Spaß und Gemeinsamkeit, die Möglichkeit, ihre innere Welt zu verändern, zu erweitern  und neu zu entdecken. Rollenwechsel, Rollentausch, das Eintauchen in fremde Charaktere, andere Welten, erweitert die Sicht auf sich selbst und seine eigenen Fähigkeiten. Darüber hinaus werden ganz nebenbei über verschiedenste Wege, die verschiedensten Anteile gefördert, die die Grundlage für ein gesundes Selbstbild, ein starkes Ich und ein gutes soziale Miteinander bilden!
Nicht jeder Teilnehmer muss automatisch auf der Bühne stehen und spielen. Es geht eher darum, dass jeder seinen eigenen Platz im Rahmen seiner Möglichkeiten und Fähigkeiten findet, um so Erfolge zu erleben. Rund um ein Theaterstück gibt es viele andere Jobs neben der Schauspielerei: Souffleuse, Make-Up, Ton und Licht, Kostüme, Requisiten und schließlich der Kartenabreißer. Jeder Jugendliche wird schrittweise ans Spielen und Mitmachen herangeführt, darf aber jederzeit selbst entscheiden, ob er/sie vor Publikum spielen mag oder eine wichtige Aufgabe im Hintergrund übernimmt.

Durch Spiel und Spaß entdecken die Jugendlichen nicht nur neue Seiten ans sich selbst, sondern auch an anderen. Man erlebt sich gegenseitig in neuen Räumen, neuen Rollen und anderen Zusammenhängen. Ergo führen neue Erfahrungen zu einem erweiterten Handlungsrepertoire, einer neuen Sicht und Wahrnehmung der eigenen Person und den eigenen Fähigkeiten. Dies geschieht wie nebenbei mit Spaß im Spiel!

Thematisch besteht eine enge Kooperation mit dem Organisationspartner Fabian Salars Erbe e.V,, der sich überregional/ bundesweit für Mut und Zivilcourage einsetzt
. Das Theaterprojekt soll als Plattform dienen, diese Message mit den teilnehmenden Jugendlichen zu bearbeiten, sie zu fördern und erarbeitete Ergebnisse im Rahmen von Vereinsaktionen zu präsentieren.

Am 24. Juni 2017 präsentieren im Pipapo Kellertheater 10 Jugendliche aus Deutschland, Syrien, Bulgarien, Pakistan, Eritrea, Albanien, China und Italien, was sie in 10 Wochen Probenzeit gemeinsam für die Bühne erarbeitet haben. Unter dem Titel „Aller(Welts)tag“ entführen sie die Zuschauer in „ihre Welt“, die Welt der Jugendlichen – irgendwo auf dieser Erde. Entdeckt werden können in einer erlebnisreichen Szenencollage weltweite Gemeinsamke
iten und Unterschiede in den Dingen, die den Tagesablauf von Teenies bestimmen: verschiedene Begegnungen, Aufgaben, Situationen, Probleme und Fragen, die Angst oder Sorgen bereiten, die von Bedeutung sind oder manchmal auch ganz egal. Aber genauso auch Dinge, die viel Spaß machen, die helfen könnenWeitere

 

Weitere Theateraktionen

Bash-Stücke der letzten Tage. Ein Stück des amerikanischen Gegenwartsdramatikers Neil Labute, welches die Frankfurter Daedalus Company im Frankfurter Gallus Theater aufführt. Unterstützt wird die Produktion von dem Verein Fabian Salars Erbe, welcher sich für mehr Zivilcourage in der Gesellschaft einsetzt.

Die Daedalus Company: Bash – Stücke der letzten Tage.

Drei kurze Stücke über das Töten. Ein Geschäftsmann beichtet einem Fremden Probleme im Beruf und den Mord an seiner neu geborenen Tochter. Ein Yuppie-Paar erzählt von einer rauschenden Ballnacht, an deren Rande der junge Mann mit seinen Freunden einen Schwulen umbringt. Eine junge Frau, die mit 14 von ihrem Lehrer verführt, geschwängert und verlassen wurde, erinnert sich an ein einmaliges Wiedersehen mit diesem Lehrer Jahre später, das mit dem Mord an ihrem inzwischen 14jährigen Kind endet.

 

Kinderaktion an Schulen: „Mut ist Gut“-Workshop mit Monika Baitsch

Du schreibst Mutmacher Geschichten für Kinder. Wie kam dir die Idee zu dieser Thematik?
Monika: Die „Hilfmir“ Idee ist genau genommen 1999 entstanden, als mein „Großer“ eingeschult wurde. Er war ein Kind mit einem ziemlich geringen Selbstbewusstsein und hatte im Kindergarten sogar des Öfteren mal eine blutige Nase – hätte sich aber niemals getraut, sich auch mal zu Wehr zu setzen. Als er dann in die Schule kam, hatte ich als Mutter das Bedürfnis, ihm irgendetwas mit auf den Weg zu geben, was ihn stärkt – ihm Mut macht! Daraufhin habe ich ihm ein kleines Stofftier, den Hilfmir und einen Brief, in dem sich das Stofftier erklärt, in seine Schultüte gepackt. Ab diesem Tag hat er das Stofftier ganz selbstverständlich genutzt und es hat ihm tatsächlich Halt gegeben. Danach hatte ich natürlich immer mal wieder im Kopf, etwas mehr aus dieser „Idee“ zu machen – bis ich sie dann letztes Jahr auch wirklich in die Tat umgesetzt habe.

Vortragsreihe „MUT IST GUT- im Dialog!“2011 Aktion MUT IST GUT Vortragsreihe mit T.Sonnenburg

Thomas Sonnenburg, TV-Coach(RTL) und Elternberater, liest aus seinem Buch „Die Ausreißer – der Weg zurück“

Es gibt immer für alles eine Lösung!“

Zum Auftakt der Vortragsreihe „MUT IST GUT im Dialog mit … “ veranstaltet der Bensheimer Verein Fabian Salars Erbe e.V. in Zusammenarbeit mit Showmaker Entertainment eine Lesung mit Thomas Sonnenburg.

Der bekannte TV-Coach und Elternberater war am 9. November 2011 im Foyer des Parktheaters Bensheim ab 19.30h um aus seinem Buch „Die Ausreißer – der Weg zurück“ zu lesen, und in einer anschließenden Diskussionsrunde das Thema weiter zuvertiefen.

 

Kick it like Kurt2012_Kick_it_like_Kurt_Synagoge_Auerbach

MUT IST GUT im Dialog geht weiter. Showmaker und Fabian Salars Erbe freuen sich über die Kooperation mit der ehemaligen Synagoge Auerbach und der Geschwister Scholl Schule, Bensheim. “Kick it like Kurt” – der Filmvortag + Diskussion am 28. Januar.2012, um 19.30Uhr in der ehemaligen Synagoge Auerbach.

„Das Podium mit Karlheinz Storch, Salome Saremi-Strogusch sowie Dr. Angelika Köster-Loßack stellte sich den Fragen des Publikums. Storch verwies auf die aktuelle Brisanz des Themas. Die Bundesregierung hatte vor kurzem den Bericht zum Antisemitismus veröffentlich. Bei einem Fünftel der Deutschen Bürger konstatierte man eine judenfeindliche Einstellung“ (Bergsträßer Anzeiger, Dienstag, 31.01.2012)

 

Gedenktag der Geschwister Scholl

hat Tradition auch für Fabian Salars Erbe: Am 22. Februar gedenkt die Schulgemeinde ihrer Namensgeber Sophie und Hans Scholl, die an jenem Tag zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden, weil sie zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufgerufen hatten.

Fabian Salars Erbe organisiert jedes Jahr einen Beitrag (Mut ist gut- Workshops) für diesen Gedenktag.

Kick it like kurt- Filmvorführung

Mutmacher Geschichten gelesen von Monika Baitsch

Rap& Lyriks zum Thema Mut & Rassismus mit Rapperin Zeda

Kooperation mit Respekt TV für die Respekt-Schildanbringung

Mehr zum Programm 70. Todestag der Geschwister Scholl in der kurzen Dokumentation von Respekt TV